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Musikkapelle Gernach 1982 e. V.

 
 

Entstehung:



Geschichtliche Entwicklung der Blasmusik in Gernach

Die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg

Musik ist in allen Völkern der Erde Ausdruck menschlicher Kultur, menschlichen Erlebens. Schon die Bibel weiß von der vielfältig verändernden und wirksamen Kraft der Musik. Beim Klang der Zither Davids fühlte sich Saul erleichtert; es ging ihm wieder gut und der böse Geist wich von ihm (1 Sam. 16, 23); als der Harfenspieler über die Saiten fuhr, kam die Hand des Herrn über den Propheten Elischa (2 Kg. 3, 15); das Blasen in die Widderhörner von Jericho lassen die uneinnehmbar scheinenden Stadtmauern zusammenstürzen (Jos 6, 1-20).

Auch in Gernach wurde wohl schon früher musiziert; gab es Musikanten, Blasmusiker. Leider haben wir bis zum Ersten Weltkrieg keine Aufzeichnungen über die Blasmusik in Gernach finden können. Im Folgenden haben wir versucht die wesentlichen Entwicklungen der Blasmusik in Gernach seit dieser Zeit aufzuarbeiten und festzuhalten.

Die frühesten Aufzeichnungen sind in Form von Bildern erhalten geblieben. So zeigt unser Bild Musiker aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.

v. l. n. r. Heck Ludwig, Räth Alois, Fries Albin, Lindwurm Johann, Pohli Ludwig, Mohr Alois, Hetterich Rudolf, Hofmann Bruno

Auch dieser Krieg forderte seine Opfer. So fiel die Blasmusikgruppe zusammen, denn viele mußten einrücken und einige kamen auch nicht mehr zurück.

Die Zeit während und nach dem zweiten Weltkrieg

Einem musikbegeisterten Priester, Pater Petrus ist es zu verdanken, dass sich wieder junge Musiker zusammenfanden. Sie trafen sich auf seine Anregung hin im Herbst 1942 und probten von dort an. Im Februar 1943, bei der alljährlichen "Ewigen Anbetung", war ihr erster Auftritt. Die Leitung lag zu dieser Zeit bei Josef Dresch. Am 6. Juni 1946 kam Heinz Laarz aus der Gefangenschaft nach Gernach und spielte auch bereits an Pfingsten mit. Heinz hatte während seiner Gefangenschaft in Amerika (1943 - 1946) Trompete spielen gelernt. Die Proben waren zu dieser Zeit bei Ludwig Pohli, der auch die Gruppe leitete. Das erste Ständchen nach dem Krieg wurde bei Johann Graf und seiner Gattin zu ihrer goldenen Hochzeit gespielt (heute das Familienhaus von Pfrang in der Brunnengasse). Das Bild zeigt die aktiven Musiker um 1947.

v. l. n. r. Schäfer August, Mohr Alois, Back Alfons, Laarz Heinz, Pohli Ludwig, Pohli Richard, Hofmann Bruno, Mohr Wendelin

Ab 1951 übernahm Hermann Rückert (damaliger Leiter der Trachtenkapelle Röthlein) aus Hirschfeld die Proben und gab den Interessierten auch Einzelstunden. Die Musikkapelle bestand aus ca. 8 bis 10 Musikern. Back Alfons, Berchtold Bruno, Berchtold Vinzenz, Hofstetter Bruno, Pohli Kurt, um nur einige zu nennen. Die Proben fanden mittlerweile im Gernacher Jugendheim statt und geprobt wurde wöchentlich bis zu zwei Stunden. Auf Bitten von Hermann Rückert übernahm im Jahre 1953 Erich Dittmann aus Hirschfeld den Dirigentenposten. Einige Jahre später führte Heinz Laarz dann die Musiker.

Instrumente, Noten und Finanzen

Nach dem Krieg war es sehr schwer Instrumente und Noten zu beschaffen. Da es kaum gedrucktes Notenmaterial gab, mussten viele Musikstücke mühsam von Hand abgeschrieben werden. Die Schwester von Heinz Laarz, Frau Ursula Laarz, hat hierfür viel Zeit aufgewendet. Die Tuba war aus Lindach geliehen und wurde nach mehrmaliger Überholung Eigentum der Kirchengemeinde Gernach. Die Vergütung der Kapelle betrug für die Kirchenmusik im Kirchenjahr insgesamt 60,- DM. Alljährlich an Fronleichnam wurde das Geld vom Kirchenpfleger ausbezahlt.

v. l. n. r. Gerber Albin, Laarz Heinz, Back Alfons, Hetterich Hugo, Berchtold Bruno, Hofstetter Bruno, Pohli Kurt, Berchtold Vinzenz, Mohr Herbert

Aktivitäten

Hauptbetätigungsfeld der Musiker in den fünfziger und sechziger Jahren war die musikalische Begleitung von Wallfahrten und Prozessionen, das Mitgestalten der Feste des Kirchenjahres, wie den Betstunden, der Fronleichnamsprozession und dem vierteljährlichen Umgang im Friedhof. Auch begleitete die Musikkapelle z. B. die alljährliche, damals noch zweitägige Wallfahrt nach Dettelbach, sowie die Flurprozessionen in die Nachbarortschaften Hirschfeld, Heidenfeld und Lindach. Zu Silvester ging man von Haus zu Haus und spielte einige Musikstücke. Auch ist während des Jahres bei runden Geburtstagen und bei Hochzeiten oftmals ein Ständchen gespielt worden. Das nächste Bild zeigt die Gernacher Musiker Ende der sechziger Jahre, beim Spielen nach dem Festgottesdienst am "Weißen Sonntag".

Frischer Wind gegen Ende der sechziger Jahre

Reinhard Berchtold begann 1968 Tuba zu spielen. Zusammen mit Thomas Treutlein versuchte er ein Jahr später viele Jugendliche zu begeistern, die mit Ihnen Blasmusik spielen würden. Dies gelang den beiden auch! Die Proben fanden im Wechsel bei Heinz Laarz und im Elternhaus von Reinhard Berchtold statt. Bei der Einführung von Pfarrer Alois Engert in die Pfarrgemeinde, im Jahr 1973, spielten diese Jungmusikanten erstmals mit.

Unser Bild zeigt die Musikanten an diesem Tag.

Gastspieler in Kolitzheim

Hugo Hetterich spielte schon seit 1962 bei den "Kolitzheimer Musikanten" mit. Reinhard Berchtold (ab 1973) und Stefan Berchtold (ab 1976) verstärkten die Kolitzheimer Kapelle. Matthias Johnke kam ab 1981 zum Musikverein Kolitzheim noch hinzu, nachdem er bei Lehrer Brand im Fach Instrumentalmusik Trompete spielen erlernte.



Chronik der Musikkapelle Gernach

Die Gründung der Musikkapelle Gernach basierte auf die Initiative von Reinhard Berchtold. Wie es aber dazu kam ist nachfolgend dokumentiert.

Wie in der geschichtlichen Entwicklung der Blasmusik in Gernach zu lesen ist, spielten einige Gernach Musiker beim Musikverein Kolitzheim mit. Alfred Glos, der aus Nordheim/Main stammte, hatte seit 1979 hier und da die Gernacher unterstützt. Ebenso besuchte auch er, von 1981 an, ab und zu die Proben des Musikvereins Kolitzheim. Mit 9 Jahren hatte er in Nordheim/Main begonnen Flügelhorn zu lernen, wechselte dann auf Baßtrompete über und später auf Tenorhorn. In den Jahren 1978/79 leitete er die Jugendkapelle in Nordheim, die im Aufbau begriffen war. Zu dieser Zeit bildete er auch Jungmusiker in Gernach aus, bevor er im Jahr 1980 in Gernach einheiratete.
Durch den Probenbesuch in Kolitzheim hatte er Matthias Johnke kennengelernt, der, gerade erst 10 Jahre alt, beim Musikverein Kolitzheim spielte. Diesen Jungmusiker mit auszubilden war auch der Anlaß, weshalb sich die beiden immer wieder im ehemaligen Rathaus in Gernach trafen. Die regelmäßigen Übungsstunden erweckten das Interesse von Reinhard Berchtold, der die beiden bei einer ihrer Proben einmal besuchen wollte. Auf dem Weg dorthin kam er beim Anwesen von Konrad Dotterweich vorbei, der gerade - es war im Mai 1982 - seinen Zaun strich.
Konrad Dotterweich sprach Reinhard Berchtold auf die Proben der beiden an und das kurze Gespräch ergab, dass auch er gerne Musik machen würde. Konrad hatte bei der Musikkapelle Sulzheim von 1965 bis 1977 als Trompeter mitgespielt und war durch seine Heirat 1980 nach Gernach gekommen.

.... und so könnte es gewesen sein, als Reinhard Berchtold (rechts) und Konrad Dotterweich sich im Mai 1982 unterhielten....

Dieses Gepräch beflügelte Reinhard und er lud zu einer ersten gemeinsamen Probe ein, die am 8. Juni 1982 stattfand. Von da ab waren wöchentliche Übungsstunden angesagt. Dies hatte Konrad Dotterweich angeregt; darüber hinaus war es ihm wichtig, nicht nur (wie früher kurzfristig) für kirchliche Anlässe zu proben, sondern das Repertoire der Kapelle zu erweitern und auch andere Veranstaltungen musikalisch zu umrahmen. Diese Musikprobe, an der die folgenden Musiker

Alfred Glos Trompete, Dirigent
Alfons Baßtrompete
Reinhard Berchtold Tuba
Stefan Berchtold Tenorhorn
Konrad Dotterweich Tenorhorn
Gerald Henkelmann Trompete
Matthias Johnke Trompete
Erwin Räth  
Bernhard Berchtold Tenorhorn
Siegbert Berchtold Flügelhorn
Vinzenz Berchtold Tuba
Ägid Friedrich Flügelhorn
Hugo Hetterich Klarinette
Kurt Pohli Trompete

teilnahmen, war der Anfang, die Gründung einer neuen Musikkapelle. Ihren ersten auftritt hatte die Kapelle bei der Feier anläßlich des 100-jährigen Bestehens der Raiffeisenbank Unterspiesheim und Umgebung. Durch die regelmäßigen Proben der Gernacher Musiker fanden im Jahr 1982 noch einige Musiker den Weg zur neu gegründeten Kapelle Das erste Fest der Musiker fand auf dem Berghof statt. Der Anlass war die Auszahlung des Entgeltes für die Kirchenmusik. Die erhaltenen 150,- DM waren die finanzielle Basis dieser Feier.

Durch die regelmäßigen Proben bildeten sich auch die ersten Freundschaften zwischen den Musikern. Ebenso folgten die Ideen sich auch als Musikvereinigung am Dorf mehr und mehr am Geschehen zu beteiligen.

Die ersten Jahre

Das Jahr 1983

Im Februar veranstaltete die junge Kapelle einen Bunten Abend. Sie lieferte, wie auch noch andere Vereine, lustige Einlagen und sorgte mit ihrer Musik für Stimmung und Unterhaltung. In den folgenden Jahren war diese Faschingsveranstaltung, als Dorfabend bezeichnet, für viele der Höhepunkt des Faschings in Gernach. Durch den guten Erfolg angespornt erwarben die Musiker im Frühjahr dann eine gebrauchte Verstärkeranlage. Das nötige Kleingeld für den Erwerb, ca. 6000,- DM, wurde von Reinhard Berchtold vorgestreckt. Zusammen mit anderen Kapellen aus der Großgemeinde umrahmten die Gernacher Musiker am 30. April im Sportheim Gernach die Feier der Großgemeinde zu ihrem 5-jährigen Bestehen. Das erste Musikfest, das unseres Wissens in der Ortsgeschichte Gernachs veranstaltet wurde, fand am 11. und 12. Juni auf dem Dorfplatz statt. Im Herbst luden die Musiker dann zum Federweißenabend in das TSV-Heim ein. Auch wurden die ersten Verträge für Auftritte außerhalb Gernachs abgeschlossen, und zwar mit der Faschingsgesellschaft Gerolzhofen und dem Obst- und Gartenbauverein Hirschfeld für das Jahr 1984. Weitere Musiker kamen hinzu.

Das Jahr 1984

Am 20. Februar 1984 spielte die Musikkapelle Gernach bei der Gerolzhöfer Karnevalsgesellschaft (GEO-KA-GE). Die große Trommel wurde gekauft, ebenfalls weitere Lautsprecherboxen für die Verstärkeranlage. Im Sommer veranstaltete die Musikkapelle das zweite Musikfest. Erstmals war der Posaunenchor Bretten als Gastkapelle dabei. Die Gernacher Musiker legten sich die ersten Stücke ihrer Fränkischen Tracht zu: Kniebundhose, Weste Trachtenschleife und Strümpfe. Die Anschaffung wurde vom Bezirk, vom Landkreis Schweinfurt und der Gemeinde Kolitzheim finanziell unterstützt. Auch wurde die alte Tradition der Dettelbach-Wallfahrt wieder ins Leben gerufen, welche über mehrere Jahre ausgesetzt war. Die Gernach Musiker begleiteten die Wallfahrer auf ihrem Weg. Die Wallfahrt besteht bis heute fort. Im Herbst veranstalteten die Gernacher Musiker gemeinsam mit der Volkstanzgruppe Volkach einen Heimatabend. Die Gewinner des Ballonflugwettbewerbs, der während des Musikfestes durchgeführt wurde, waren eingeladen und erhielten ihre Preise.

Das Jahr 1985

Die Gernacher Musiker wurden die Hauskapelle der GEO-KA-GE. Sie spielten zum ersten mal auf der Röthleiner Bierwoche und waren auch für das Krautfest in Oberspiesheim verpflichtet worden. Ebenso konnten sie beim Gerolzhöfer Weinfest und dem 110-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Heidenfeld für die musikalische Umrahmung sorgen. Auch in Gernach spielten die Musiker beim Terassenfest des TSV auf. Bei den Vorstandswahlen wurde die Vorstandschaft bestätigt. Konrad Dotterweich löste Bernhard Berchtold als 2. Vorsitzenden ab, und das Amt des Schriftführers übernahm Alfred Glos von Hugo Hetterich.

Das Jahr 1986

Ein Meilenstein in der Geschichte der Musikkapelle Gernach war der Beitritt zum Nordbayerischen Musikbund e. V. Die Gernacher Musiker besuchten zum ersten mal die Musikfreunde in Bretten (Baden-Württemberg) und spielten dort beim zweitägigen Kirchenfest auf. Die Instrumentenausstattung wurde durch ein Schlagzeug erweitert. Ebenso wurde gemeinsam mit anderen Gernacher Vereinen ein Antrag an die Gemeinde gestellt, dass ehemalige Rathaus umzubauen um für gleichgesinnte Gruppen die Voraussetzung zum gemeinsamen Treff zu schaffen. Neben einem geeigneten Probenraum für Musikkapelle und Landfrauenchor sollte auch für Jugend, Frauenbund u. a. die Tür stets offen stehen.

Das Jahr 1987

Auf Einladung der Raiffeisenbank Unterspiesheim und Umgebung wirkte die Musikkapelle bei der Aufnahme einer Schallplatte/Musikkassette, mit den Beiträgen "Ein Lied aus der Heimat" und "Egerländer Musikanten spielen", mit. An Pfingsten fand das dritte Musikfest statt. Gleichzeitig feierte die Musikkapelle ihr 5-jähriges Bestehen. Bei den Vorstandswahlen veränderte sich lediglich die Position des Schriftführers: Alfred Glos wurde von Christian Pescheck abgelöst. Zur Ergänzung der Fränkischen Tracht wurden für alle Musiker die blaumelierten Trachtenjanker angeschafft.

Das Jahr 1988

Am 30. April wurde, verbunden mit der Gemeindefeier, das ehemalige Rathaus in Gernach eingeweiht. Die Gernacher Musiker umrahmten hierzu den Festakt vor dem Rathaus und unterhielten anschließend alle Gäste mit Unterhaltungsmusik. Beim 60-jährigen Jubiläum des TSV Gernach wurde die Musikkapelle, sowohl zum Kommersabend, wie auch zur Unterhaltung im Festzelt am Sonntag- und Montagnachmitag, beauftragt. Der aus Fahr/Main eingeheiratete Wolfgang Lukas (Trompete/Gesang) trat in die Musikkapelle ein.

Das Jahr 1989

Die Verstärkeranlage wurde weiter modernisiert. Ein Mischpult, ein Verstärker (Endstufe) und ein Hallgerät wurde erworben. Alfred Glos und Matthias Johnke besuchten den Dirigentenkongreß des Nordbayerischen Musikbundes in Amberg. Im November feierte die KAB ihr 50-jähriges Gründungsjubiläum. Die Feierlichkeiten wurden von der Musikkapelle umrahmt. Gleichzeitig wurde Kornel Hetterich und Edmund Schüll (große Trommel) in die Musikkapelle neu aufgenommen. Reinhard Berchtold nahm über einen Arbeitskollegen mit Rudolf Kindermann, Dirigent des Blasorchesters Mittweida (Sachsen) Kontakt auf, um eine musikalische Ost-West-Partnerschaft aufzubauen. Im Antwortbrief teilt Herr Kindermann die Zusage und Freude des Blasorchesters mit. Bei den turnusmäßigen Neuwahlen der Vorstandschaft übernahm Siegbert Berchtold das Amt des Schriftführers und Matthias Hetterich die Kasse von seinem Vater Hugo.

Das Jahr 1990

Die "Gernacher Blasmusiktage", in der Nachfolge des Gernacher Musikfestes wurden aus der Taufe gehoben. Der veränderte Titel soll deutlich machen, dass man auch Freunden anspruchsvollerer Blasmusik musikalischen Genuss bieten möchte, ohne die traditionelle Volks- und Unterhaltungsmusik deshalb zu vernachlässigen. Vertreter der Musikkapelle Gernach waren zwei Tage in Mittweida zu Gast und gründeten mit dem Blasorchester Mittweida eine Partnerschaft. Anlässlich der Gernacher Blasmusiktage spielte das Blasorchester Mittweida den Gottesdienst und am Sonntagnachmittag zur Unterhaltung. Die Musiker und Angehörigen waren bei Gernacher Familien untergebracht. Das dreitägige Zeltlager in der Nähe von Augsfeld bei Haßfurt über die Pfingsttage, dürfte noch allen aktiven Musikern und ihren Angehörigen in froher Erinnerung sein. Die Gernacher Musikkapelle spielte beim Europatag der Musik. Im Juli besuchten die Gernacher Musiker den befreundeten Posaunenchor in Bretten und übernahmen die musikalischen Gestaltung des zweitägigen Kirchenfestes mit unterhaltsamer, volkstümlicher Musik. In der Adventszeit trat die Gernacher Musikkapelle erstmals auf dem Weinachtsmarkt in Schweinfurt auf.

Das Jahr 1991

Unter der Anleitung von Edmund Schüll bauten die Musiker - bei zum Teil grimmiger Kälte - einen Verkaufsstand. Edmund Schüll hatte auch den Plan für diesen Stand gefertigt. Dirigent Alfred Glos stiftete die Theke und Bernhard Berchtold baute den Anhänger, mit dem der Stand transportiert werden kann.

Unser Bild zeigt Bernhard Berchtold und Edmund Schüll beim 50-jährigen Jubiläum des Frauenbundes. Auch dieses Fest wurde durch die Musikkapelle festlich umrahmt.

Kornel Hetterich errang den 5. Platz beim Solistenwettbewerb. Er fand am 23. Juni 1991 in Bad Königshofen beim Bundesbezirksmusikfest statt.

Das Bild zeigt Kornel Hetterich beim Vorspiel an diesem Tag.

Im November 1991 wurde die offizielle Vereinsbezeichnung "Musikkapelle Gernach 1982 e. V." in das Vereinsregister aufgenommen. Mit dieser Eintragung wurde auch die passive Vereinsmitgliedschaft ermöglicht. Die Musikkapelle erhält vom NBMB den Auftrag, das Kreismusikfest 1992 für den Landkreis Schweinfurt auszurichten.

Unser Bild zeigt den Festausschuss von links: Stefan Berchtold, Matthias Johnke, Konrad Dotterweich, Reinhard Berchtold, Wolfgang Lukas, Alfred Glos

Beim zweiten Weihnachtskonzert wirkte neben der Musikkapelle auch der Landfrauenchor unter der Leitung von Rita Schüll mit. An diesem Abend erhielten auch die Gewinner des Luftballonflugwettbewerbs, der an den Gernacher Blasmusiktagen im Sommer durchgeführt wurde, ihre Preise.