"Gernacher Käpelle"

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Zwischen Gernach und Heidenfeld befindet sich im Wald eine kleine Kapelle, die im Volksmund auch "Gernacher Käpelle" genannt wird. Sie trägt auch den Namen "Wolfskapelle". Dieser Name entstand aus folgender Sage um 1968 heraus:

Vor vielen Jahrhunderten wurde ein Pater des Klosters Heidenfeld - (die Augustiner-Chorherren versahen von dort aus die Seelsorge in den Nachbardörfern) - mitten in der Nacht zu einem Krankenbesuch nach Gernach gerufen. Zu den damaligen Zeiten waren Wölfe in unseren Wäldern keine Seltenheit. Wie der Pater nun so mutterseelenallein durch den finsteren Laubwald stapfte, überkam ihn ein furchtbarer Schrecken: "Wölfe heulen!" In seiner Todesangst gelobte er: "Wenn ich heil und unversehens durch den unheimlichen Wald gelange, werde ich hier zum Danke eine Kapelle erbauen." Wirklich kam er ohne Schaden an sein Ziel und er hielt auch sein Gelübde. Bis etwa 1850 stand eine Kapelle; wegen Baufälligkeiten abgerissen entstand dann ein Bildstock. Die jetzige Kapelle wurde erst nach dem 2. Weltkrieg 1950 von dem Gernacher Bürger Hermann Räth erbaut. Hinter dem schmiedeeisernen Tor (welches von Alois Treutlein aus Bombenstahl geschmiedet wurde) erhebt sich ein kunstvoll geschnitztes Vesperbild: Maria mit dem göttlichen Leichnam auf dem Schoße. An der linken Wand hängt der Aufsatz eines alten Bildstockes, der hier einmal gestanden haben soll. Im Oktober 1950 "Rosenkranzfest" ist die Kapelle eingeweiht worden durch Pater Borschmanns.

   
Auf dem Weg zu dieser Kapelle befindet sich auch ein steinernes Kreuz.
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